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Die Aufstellung des Bundesgrenzschutzes erfolgte im Jahr 1951. Es gab noch keine Bundeswehr und auch kein Technisches Hilfswerk (THW). Bei Störungen der verfassungsmäßigen Ordnung - aus der in den 50er Jahren gegebenen politischen Situation in der Welt und im geteilten Deutschland heraus zu verstehen - musste für die Arbeitsfähigkeit von Bundes und Landesregierungen die Sicherung wichtiger Versorgungsanlagen gewährleistet werden. Zur Beseitigung von Notständen waren technisch erfahrene, schnell bewegliche und in das Gefüge einer Polizeitruppe eingegliederte Fachkräfte notwendig. Deshalb wurde bei Aufstellung des BGS dem Bundestag vorgeschlagen, auch technische Verbände aufzustellen.
Die ersten Bau-Abteilungen wurden am 16. 05. 1951 in Hangelar bei Bonn (Grenzschutz Bau- und Lehrabteilung - GSBL) und kurz danach in Holzminden (GSA B) aufgestellt. Zu ihren Aufgaben gehörte es, Störungen in der Elektrizitäts-, Wasser- und Gasversorgung zu beseitigen, sowie die Wiederherstellung von Verkehrswegen und Bauten durchzuführen. Diese Aufgabenzuweisung blieb für die Jahre ohne Bundeswehr, THW und anderen Zivilschutzeinrichtungen bestehen.
Als Organisationsform wurden festgeschrieben:
Bau-Abteilungen
Notstandszüge
Die Notstandszüge wurden ab 1951 mit den Grenzschutzabteilungen in den Standorten an der Grenze aufgestellt. Ihnen wurde die eigentliche Unterstützungsaufgabe auf technischem Gebiet für die einzusetzenden Polizeikräfte übertragen:
Überwindung künstlicher und natürlicher Hindernisse,
Räumen von Minen und Sperren,
Übersetzen von Personen und Kfz über Gewässer,
Bau von Behelfs- und Schlauchbootbrücken,
Sperrung von Strassen und Gebäuden,
Einrichtung von Beobachtungs- und Überwachungsanlagen.
Die personelle Ausstattung der Bauabteilungen bereitete 1951 keine großen Schwierigkeiten, da Angehörige der ehemaligen Pionierwaffe der Wehrmacht, der Technischen Truppen und des Ingenieurs-Korps der Kriegsmarine sich um eine Einstellung in den BGS bewarben. Aus der fachlichen Vorbildung dieser ersten Beamten der GS-Bau-Abteilungen lässt sich so manches handwerkliche Fachwissen, das sich bis heute beim BGS erhalten hat, erklären.
Nach Verstärkung des BGS von 10.000 auf 20.000 Beamte im Jahre 1953 wurden ab Januar 1954 neben den Bau-Abteilungen in Hangelar und Holzminden 2 weitere Grenzschutz-Bau-Abteilungen aufgestellt:
Aus einem Teil der ehemaligen Harburger GrenzschutzBau-Abteilung wurde 1957 eine neue Technische Grenzschutz-abteilung aufgebaut:
Zunächst mit einer Hundertschaft in Eschwege. Diese Teile wurden dann in das Lager Heidenau bei Tostedt verlegt und zu einem Abteilungsstab und 2 Hundertschaften vergrößert. 1962 zogen 3 Hundertschaften und der Abteilungsstab in ihre jetzige Unterkunft in Winsen (Luhe) ein.
Mit dem Aufstellen der Bundeswehr und der Gründung des THW ging ein Teil der ursprünglich für die Technischen GS-Abteilungen gedachten Aufgaben verloren. Zwar blieb der Auftrag zur Hilfeleistung in Notstands- und Katastrophenfällen erhalten. Mit der Erweiterung der polizeilichen Aufgaben für den BGS entstanden aber auch neue Aufgaben für die Technischen Abteilungen und die ehemaligen Notstandszüge, die jetzt Technische Züge heißen. Auch die Ausstattung des technischen Gerätes von 1951 hat sich erheblich verändert.
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